Abschiedswoche in Hongkong und Macau

Sonntag, 01.02.2015

Zum Abschluss gab es noch einmal eine tollen Urlaub in Hongkong und Macau. Schnell stellt man fest, dass Hongkong einfach ganz anders ist, als der Rest von China. Es wird nicht mehr Mandarin gesprochen, sondern Kantonesisch und die Schriftzeichen werden in Langform geschrieben. Die Menschen sind international gemixt und irgendwie findet man so überall den Einfluss von den unterschiedlichsten Großstädten der Welt.

Unser erster Tag war gleich ein wenig verwirrend. Überall saßen muslimische Frauen in Gruppen zum Picknick zusammen. Da es Sonntag war, hatten nämlich alle Haushälterinnen frei. Und auch die Yellow Umbrella Demonstrationen fanden wieder statt. Langweilig wird es auf unseren Ausflügen wohl nie^^

Yellow Umbrella Demo

Zwischen dem ganzen Großstadttrubel gönnten wir uns auch gern mal ein paar Ausflüge in die Natur. Auf Lamma Island gab es schönste Strände und kleine gemütliche Fischerdörfchen.

Einen Tag ging es mit der Fähre zur ehemaligen portugiesischen Kolonie nach Macau. Mir hat die Stadt jetzt nicht so gut gefallen, aber die Casinos und Hotels waren schon sehr beeindruckend. 

Und dann war schon die lange Heimreise nach Deutschland angesagt.... Ich bin also wieder da und kann nur sagen es war eine tolle Zeit, die man nur jedem empfehlen kann :-)   

Neujahr in Peking

Mittwoch, 31.12.2014

Tut mir leid, dass der Blog ein wenig eingeschlafen war. Das Internet in China kann einen doch sehr zum weiterschreiben demotivieren. Bevor ich aber wieder ganz in den deutschen Alltag einsteige sollen die letzten Reiseberichte noch folgen.

Über den Jahreswechsel waren wir in Peking. Da die Chinesen Silvester gar nicht feiern und das eigentliche Neujahrsfest erst im Februar stattfindet, fiel das Feuerwerk dieses Jahr flach. Dafür gönnten wir uns am Silvesterabend ein schönes Dinner in einem doch recht edlen Restaurant mit der traditionellen Pekingente, die einem dann direkt am Tisch filetiert wurde. Danach ging es in ein Kneipenviertel mit dem leichten Hoffnungsschimmer vielleicht noch ein kleines Feuerwerk zu erwischen. Jedoch standen wir um 12 nur auf einem Platz mit vielen anderen Menschen, aber leider passierte da nichts. Versammeln kann man sich aber trotzdem mal. Nach den Berichten von der Massenpanik in Shanghai, waren wir alle doch sehr froh den ruhigeren Ort erwischt zu haben. Aber ich denke hierzu wurde auch in den deutschen Medien genug berichtet, um hier nicht noch einmal ausführlich darauf ein zu gehen. 

Das neue Jahr begann dann bei eisigen Winden, aber dennoch schönstem Sonnenschein, mit viel Sightseeing: Tiananmen, Verbotene Stadt, Sommerpalast, Himmelstempel und natürlich der großen Mauer.

Tiananmen

SommerpalastSommerpalastSommerpalast Sonnenuntergang

  Himmelstempel Himmelstempel

Große MauerGroße MauerUnrestaurierter Teil der großen Mauer        Große Mauer       

Nanjing

Freitag, 12.12.2014

Im Dezember war dann mal wieder ein größerer Ausflug mit Tanja und Anne in die ehemalige Hauptstadt von China Nanjing angesagt. Am ersten Tag ging es früh in das John Rabe Haus. Der Name sagt wahrscheinlich einem Großteil der Deutschen nichts. Daher mal kurze Aufklärungsstunde. John Rabe lebte zu Zeiten des 2. Weltkriegs als Geschäftsmann für Siemens in Nanjing. Als die Japaner Nanjing angriffen, nahm er sehr viele Chinesen in seinem Haus auf und schaffte es eine Schutzzone mittels einer Naziflagge einzurichten, da die Japaner damals mit den Deutschen verbündet waren. Damit rettet er tausenden von Chinesen das Leben. Leider wurde er in Deutschland zu seinen Lebzeiten dafür nie wirklich gewürdigt. Das Haus wurde erst 2006 wieder eröffnet.

             

Am nächsten Tag wollten wir uns dann auch die Gedenkstätte zum Nanjing Massaker anschauen. Allerdings erwischten wir dafür genau den 77. Jahrestag und damit war für uns hier kein Durchkommen. Was für ein schlechter Zufall.

Ansonsten haben wir an dem Wochenende noch die Stadt erkundet mit einem schönen Berg, Tempelanlagen, Grabmälern, der Stadtmauer und einem Konfuziustempel. Letzterer war aber eher ein Touristen-Einkaufsviertel, als wirklich ein Tempel. Highlight war dann auch noch eine deutsche Bäckerei, wo wir uns erst einmal wieder belegte Baguettes und Kuchen leisteten. Man glaubt gar nicht wie sehr man sowas doch vermissen kann.

Bei schönstem Wetter kann man nur sagen ein Top Wochenende :-)

Culture Exhebition an der ZUST

Donnerstag, 20.11.2014

Um mal wieder ein bisschen was vom Unileben an der ZUST zu berichten, gibt es noch ein paar Bilder und Eindrücke von der Culture Exhibition im November. Dies war wirklich eine super erfolgreiche Veranstaltung und hat mal wieder gezeigt wie international die Hochschule unterwegs ist. Jedes Land konnte hier innerhalb von 2 Tagen seine Kultur und Speisen vorstellen. Mir war vorher noch gar nicht bewusst gewesen, wie viele unterschiedliche Kulturen hier am Campus doch unterwegs sind. Jedes Zelt hatte etwas sehr individuelles und letztendlich war es ein riesiges Fest. Besonders lustig waren die Tanzeinlagen. Hier können wir Deutschen einfach nicht mithalten :D Daher entschieden wir uns dafür, unser Hauptaugenmerk auf das Essen, Trinken und natürlich den WM-Sieg zu setzen. Am Vortag war also erst einmal ein Großeinkauf im Sams Club und Century Mart angesagt. Das sind so die einzigen Einkaufsmöglichkeiten in der Umgebung, wo man westliche Produkte erhalten kann. Abends wurde dann fleißig geschnippelt, um noch einen Kartoffelsalat zu machen. Der war dann am ersten Tag leider auch viel zu schnell ausverkauft, womit wir am nächsten Abend wieder loslegen mussten. Ansonsten gab es natürlich gegrillte Würstchen und Bier. Der Ansturm auf unseren Stand war enorm, womit Akkordarbeit angesagt war. Aber letztendlich hat der Stress sich absolut gelohnt :-)

     

Verrücktes Großstadtleben - Shanghai

Montag, 10.11.2014

Da ich im November eine kleine Reisepause eingelegt hatte und mal mehr Studium angesagt war, gab es in letzter Zeit nicht viele neue Einträge. Allerdings hatte ich vergessen einen Wochenendausflug von Anfang November festzuhalten, nämlich den nach Shanghai.
Los ging es diesmal in einer größeren deutschen Truppe erst mit dem Taxifahrer unseres Vertrauens (wie immer vollgestopft das Auto) und dann vom Bahnhof mit einem Schnellzug. So bewältigt man schnell mal die 200 km innerhalb einer Stunde. Da brauch man schon allein länger um in Hangzhou zum Bahnhof zu kommen XD. Das Hostel war dann am Freitagabend doch mal eine derbe Enttäuschung. Ohne Fenster zu leben erzeugt schnell den Eindruck einer tristen Gefängniszelle, aber für zwei Nächte war es mal okay.
Am Samstag war dann für die Praktikumsuchenden unter uns eine Jobmesse angesagt, während wir eine Sightseeingtour mit einem HopOn-HopOff Bus starteten. Das Wetter war leider auch nicht 100% auf unserer Seite, aber wenigstens hat uns der Regen doch einigermaßen verschont. Erst ging es in den Financial District, um die überwältigenden Wolkenkratzer von Nahem zu bewundern und dann noch in die älteren Stadtteile. Was man sich in Shanghai natürlich auch nicht entgehen lassen kann sind die Fake-Markets. Hier ist hartes Verhandeln angesagt, was natürlich beim ersten mal meist schief geht. Aber man geht hier nie mit leeren Händen nach Hause, dafür sorgen die Verkäufer schon^^ Abends ging es dann mit allen wieder zusammen zum sogenannten Bund, um die beleuchtet Skyline zu genießen. Nachts hatten wir noch ein lustiges Erlebnis auf der Straße, als uns auf einmal ein Mann mit einem Affen begegnete. Der kleine war einfach super niedlich und zutraulich <3 

  
Sonntag folgten dann noch ein paar gemütliche Spaziergänge durch die Stadt und um Shanghai noch ein wenig von oben zu bewundern, fuhren wir einfach mal in ein Hotel in die oberen Stockwerke eines der Wolkenkratzer. Dreistigkeit siegt manchmal doch^^

   

Im Dezember soll es dann nochmal nach Shanghai gehen, damit wir die Weihnachtsmarktsaison dieses Jahr nicht komplett ausfallen lassen müssen.

Pandastischer Ausflug nach Chengdu mit Riesenbuddha <3

Montag, 27.10.2014

Dank eines Sportfests an unserer Uni, waren uns noch einmal zwei freie Tage in der Woche vergönnt (leider aber auch die letzten). Da eine China-Reise nicht ohne das Nationallieblingstier den Panda geht, entschieden wir uns für ein verlängertes Wochenende in Chengdu. Also ging es Mittwoch Abend mit dem Flieger los Richtung Westen und mitten in der Nacht ab ins Hostel. Dank Shuttleservice vom Hostel aber auch gar kein Problem.

Am ersten Tag machten wir erst einmal eine Stadttour mit Temeplanlagen, Denkmälern, schönen Parks und einem rießigen Platz im Stadtinneren mit Mao-Statue. Auf alle Fälle sind Chinesen sehr tanzfreudig, denn an jeder Stelle im Park gab es irgendeine Tanzgruppe. In Deutschland wäre das wohl nicht zu denken^^

Freitag folgte dann das Highlight der Reise: die Pandaaufzugsstation. Da Pandas nicht mehr in freier Wildbahn leben können, versucht man hier ihre Art zu erhalten und weiter zu züchten. Man kann nicht behaupten, dass sie in dem Park komplett in Freiheit leben, aber die Anlage war sehr weitläufig und artgerecht gestaltet. Schnell stellt man fest, dass sich die Aktivitäten eines Pandas auf Schlafen, Essen und Abgammeln beschrenken. Dennoch kann man diesen putzigen Tierchen einfach stundenlang zu schauen, wie sie sich duselig hin und her rollen und natürlich gemütlich mampfen. Die etwas aufgewecktere Gattung von ihnen sind die kleineren rötlichen Pandas, welche größtenteils auf den Bäumen leben. Nachmittags besuchten wir dann noch den tibetischen Tempel in Chengdu und schlossen den Tag mit tibetischem Essen ab.

   

Da wir nun so grob alle Sehenswürdigkeiten in Chengdu gesehen hatten, entschieden wir uns für den letzten Tag nach Leshan zu reisen. Dort gibt es unter den größten Buddhastatuen den Ältesten. Man muss es nur immer geschickt ausdrücken in China :D Dies bedeutete allerdings auch erst einmal ordentlich anstehen um den Buddha auch in voller Größe von unten zu sehen. Aber zum Schluss hat sich die die Warterei und Drängelei sehr gelohnt und wir können wieder ein Häkchen auf unserer ToDo-Liste setzen :-)  Zum Abschluss der Reise gab es typisch für die Sichuan Küche einen HotPot. Hier schmeißt man fleißig Fleisch und Gemüse in einen großen Pot mit Brühe und natürlich tausenden Chillis. Ich entschied mich dann schnell dafür die mildere Variante der Brühe ohne Chillis in der Mitte des Tisches zu wählen. Es war super lecker :-) Und dann ging es am nächsten Morgen schon wieder zurück nach Hangzhou. Zum Sonntag sollte man hier nur nie mit Gepäck im Bus reisen. Wir waren froh als wir dann endlich im Wohnheim angekommen sind. 

Massenausflug nach Wuyi

Montag, 20.10.2014

Leider bin ich sehr spät dran mit meinen Berichten, aber ich gebe mein bestes das jetzt wieder alles aufzuholen. Los geht es mit einem Wochenendenausflug, der von unserer Universität organisiert und damit im Gegenzug für einen englischen oder chinesischen Bericht  auch kostenlos war.

Mit einem großen Reisebus starteten wir an der Uni und bei der Ankunft stellten wir dann fest, dass wir sogar zwei Reisebusse mit Austauschstudenten aus Hangzhou waren. Damit war uns dann mal ein professionelles Kamerateam vergönnt. Wahrscheinlich sind jetzt alle Teil eines Werbefilms der Region, aber wer weiß das schon so genau. Zunächste gab es dann erstmal eine kleine Tour durch die Stadt Wuyi, welche allerdings neben einer alten Brücke und einem Food-Market nicht allzu viel zu bieten hatte. Die chinesische Reiseführerin wollte mit ihren Informationen auch nicht so recht rausrücken, weil keiner so richtig übersetzen wollte.

Shuxi Wooden Bridge

Dann ging es zu einem Nationalgebiet " The Grand Red". Sehr schöne Klippen, Bambuswälder und ein Park mit wunderschönen Blumen hießen uns willkommen. Nachdem wir einen Aufstieg über Treppen geschafft hatten, entdeckten wir im Felsen auch einen schönen Tempel. Ein Mönch zeigte uns dann auch gleich eine Kungfu-Show. Sehr faszinierend, wie sich hier ältere Menschen noch besser bewegen können, als wir eingerosteten Studenten.Pavillon über den Bergen

Danach ging es dann zu unserer Unterkunft. Ein kleines Dorf mit einem kompletten Unterhaltungsprogramm: Restaurant, KTV (Karaoke), Tanzeinlagen und Basketplatz mit Lagerfeuer. Da wir leider unsere Badesachen vergessen hatten, konnten wir den Ausflug zu den heißen Quellen nicht mehr mitmachen und schauten uns so noch ein bisschen das Dorfleben an. Ein paar kleine chinesische Mädchen zeigten uns dann mal wie man richtig Basketball spielt. Insgesamt ein sehr lustiger Abend, welcher mal wieder die super Gastfreundschaft von Chinesen zeigt.

Am nächsten Tag ging es zu einem anderen Nationalgebiet " The Ox-head". Unterwegs gab es bei manchen Leuten eine kleine "Panikattacke", weil wir in einer Kurve alle aussteigen mussten, damit der Bus weiterkommt. Aber die waren dann wohl auch noch nie in den Alpen oder so^^ Angekommen konnten wir wieder eine tolle Wandertour machen. Anfangs ging es entlang eines wilden Baches durch die Wälder und dann kam der Aufstieg auf den Ox-head inkl. langer Hängebrücke. Insgesamt ist es schon sehr beeindruckend wie Chinesen ihre Wandergebiete erobern. Die Wege und Treppen sind direkt hängend im Fels mit Beton eingebaut. Dafür ist man wirklich immer sehr schnell auf den Bergen, auch wenn es wie immer anstrengend ist :-)   

So das soll es von diesem Ausflug gewesen sein :-)     

Yellow Mountains

Mittwoch, 08.10.2014

Zum Abschluss der Ferienzeit stand noch einmal ein größere Trip über zwei Tage an. Ziel war Huangshan oder auch die berühmten Yellow Mountains, welche die Vorlage der Welt Pandorra im Film Avatar waren. Die Erwartungen waren groß und wir sollten auch nicht enttäuscht werden.K.O. aber glücklich

Am Montagmorgen ging die Fahrt mit einem Kleinbus los. Die Reisegruppe bestand allerdings größtenteils nur aus Deutschen und ein paar Chinesen. Daran merkt man wohl, dass die Deutschen für jede verrückte Wanderung zu haben sind. Für etwaige Bespaßung und Unterhaltung war Tekky der beste Reiseleiter, den wir erwischen konnten^^ Nach einigen Stunden Fahrt (natürlich nicht ohne uns doch mal wieder zu verfahren) sind wir an dem Zielort angekommen. Zunächst wurde sich noch einmal mit einem typisch chinesischen Essen am runden Tisch gestärkt. Danach fuhren wir mit dem nächsten Transferbus zur Startposition für die Wanderung. Allerdings war es dann schon fast 15 Uhr und 18 Uhr sollte die Sonne untergehen.  Mit der Information dass wir 4-6 Stunden für die Bergbesteigung benötigen und im Dunkeln die Affen aktiv werden, welche wohl auch nicht ganz so ungefährlich sind, hatten wir genug Anspurrn so schnell wie möglich den Berggipfel zur erreichen. Zunächst musste ich wieder einmal feststellen, dass Wandern in China immer Treppen steigen heißt. Ich nehme an dieser Stelle auch zurück, dass die letzte Bergbesteigung in Hangzhou hart war, denn hier kamen noch einmal so einige tausend Stufen hinzu. Aber wir waren ja schon gut im Training. Mit ein bisschen Zähne zusammen beißen und der wunderschönen Aussicht als Ausgleich, war die Etappe auf 1500m relativ schnell bewältigt (2,5 Stunden). Oben angekommen wurde es dann eißig kalt. Chinesen stört das allerdings eher weniger. Man traf immer noch welche in dünner Jacke und Stöckelschuhe. Auch Zelten ist hier möglich, allerdings auf Betonboden bei um die 0°C nicht unbedingt mein Wunsch. Für uns ging es dann schnell ins Hostel zum aufwärmen.

Sonnenaufgang  Sonnenaufgang

Am nächsten Morgen standen wir pünktlich um 4 auf um noch den Sonnenaufgang mit den andern tausend Chinesen anzuschauen. Schön war er auf alle Fälle, aber die Massen an Menschen haben so früh am Morgen dann doch ganz schön gestresst. Einige von uns entschieden sich dann später noch eine Runde um die Berge zu drehen, während wir schon langsam den Abstieg mit noch genügend schönen Aussichten bei blauem Himmel absolvierten. Danach tat aber nun endgültig alles weh. Nach ein bisschen Wartezeiten auf die andern, konnte die Heimreise ohne weitere Schwierigkeiten angetreten werden 

Blick über die BergeYellow Mountains 2. Tag

Auf Reisen mit tausenden Chinesen...

Freitag, 03.10.2014

An lässig zu den Nationalfeiertagen in China war auch uns schon eine Woche Ferien vergönnt. Trotz der vielen Warnungen vor tausenden reisenden Chinesen, sollte die Zeit nicht unnütz verstreichen sondern für weitere Erkundungen in Hangzhou genutzt werden.

Hangzhou ist sehr bekannt für seinen grünen Tee (Dragon Well Tea). Daher ging es am 1. Oktober mit einer lustigen  Mädelstruppe zu den Anbaugebieten und dem dazugehörigen Teedorf. Zunächst mussten allerdings die öffentlichen Busse bewältigt werden. Nach einigem gequätsche, geschubse und ungewolltem kuscheln hatten wir es überstanden. (Über einen vollen deutschen Bus werde ich mich jetzt sicherlich nicht mehr beschweren) Überraschenderweise hatten wir in den Teebergen unsere Ruhe und konnten die Aussichten wunderbar genießen. Da wir nicht genau wussten wie man eigentlich zu dem Teedorf gelangt, sind wir erst einmal aufs gerade Wohl losgewandert. Letztendlich ergab sich ein toller Rundgang um die Bergkette des Teedorfs mit abschließender Teeverkostung.

Mädelsausflug^^   Teeberge Teeberge

Am nächsten Tag hatten wir dann nicht mehr ganz so viel Glück. Mit tausenden von chinesischen Touristen pilgerten wir in den Lingyin Tempel. Eine sehr schöne Parkanlage mit noch zwei weiteren kleinen Tempeln und Buddhastatuen in der Felswand. Als Ausländer wurden wir allerdings schnell zur Nebenattraktion der ganzen Veranstaltung. Heimliche Fotos machen und  anstarren war an der Tagesordnung. Fühlt man sich nach einiger Zeit wie ein Alien. Aber ansonsten war auch dies ein schöner Ausflug und man selber hat ja auch immer eine Gelegenheit sich über die Eigenarten von Chinesen zu amüsieren. Mit Highheels hunderte Treppen zu steigen ist einfach zu verrückt XD Die nächsten freien Tage waren dann erst einmal zur Entspannung von dem ganzen Trubel. 

Auf Reisen mit Chinesen.... Buddhastatuen im Fels Lingyin Tempel Tempel auf Berg

Auf geht's zur Bergetappe...

Dienstag, 30.09.2014

Einmal kurz über den Campus schlendern und man hat zu 99 % ein paar nette chinesische Studenten kennengelernt. Damit war wieder mal ein aufregender Ausflug für das Wochenende sicher. Fest stand am Anfang nur, dass wir auf einen Berg wollen und vorher wohl ein Stück mit dem Fahrrad fahren. Unsere Erwartung war also: Wir fahren ein Stückchen raus aus der Stadt und laufen gemütlich auf einen Berg. Stimmte dann doch nicht ganz so^^

Die beiden Chinesinen (Lena & Hana) haben uns erst einmal von ihren Mitbewohnern ein paar recht gute Mountainbikes organisiert und dann ging die Fahrradtour los. Allerdings nicht raus sondern direkt auf der Hauptstraße in Richtung Stadt. Trotz seperater Spur für Fahrräder, Roller und sonstige abbiegende Fahrzeuge, war es wohl doch die aufregendste Fahrt in meinem Leben. Wenn man eine Hupe hinter sich hört, sollte man schnellstmöglich die Spur freiräumen. Denn es gilt auf jeden Fall immer der Stärkere gewinnt und auch der mit der lauteren Hupe. Irgendwie hat man sich aber doch recht schnell daran gewöhnt und mit einem gekonnten 360° Blick fühlt man sich fast sicher.

Nach ca, 1h sind wir dann am Ziel angekommen. Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass an dem Tag über 30°C waren. Damit waren wir nach der Etappe eigentlich schon ganz schön k.o.

Typische chinesische Straße Eingangstor zum Tempel

Nun ging es zu Fuß weiter. Nach 100 m hätte ich mich dann auch fast zu den faulenzenden Hunden in den Schatten gelegt, aber man will sich ja keine Schwäche anmerken lassen. Zunächst ging es zu einem Tempel, der wirklich sehr schön war. Davon werdet ihr wohl noch viele Bilder zu sehen bekommen. Aber die alten chinesischen Gebäude sind einfach wunderschön. Ich wurde dann beim herausgehen auch direkt von einem Mönch angesprochen, der wohl dachte, dass ich aufgrund meiner Chinesisch-App auf dem Handy, auch wirklich chinesisch sprechen kann. Leider konnte ich nichts verstehen, aber Lena hat mir übersetzt, dass wir gern öfter vorbeikommen sollen. Also wenn wir dann ein paar chinesische Sätze können, sind wir sicher wieder da. Zwischendurch gab es noch eine chinesische Spezialität als Snack - kandierte Sanddornfrüchte (tánghúlu). Sieht nach einem Zuckerschock aus, aber ist doch recht lecker, da die Frucht eher säuerlich ist. 

Jammi^^

Gestärkt war das nächste Ziel die Bergbezwingung. Nach den ersten 100 Stufen, merkten wir schnell das wir die Wanderung wohl unterschätzt hatten^^ - Aber nach 1000 weiteren, hatten wir es dann auf den Gipfel geschafft. Zwar komplett verschwitzt und puderrot, aber doch etwas glücklich und erleichtert. Allerdings lehnten wir den Vorschlag gleich auf einen weiteren Nachbar-Gipfel zu gehen, dankend ab. Oben angekommen sollte es eigentlich noch einen Tempel geben, der aber leider wegen Bauarbeiten geschlossen war. Die Aussicht war, wie schon befürchtet bei dem heißen Wetter, nicht sehr klar, aber dennoch konnte man die Umgebung gut genießen. Runter zu habe ich nach ca. der Hälfte mal eine Treppenzählung gestartet, da ich schon auf über 500 gekommen bin, ist die Zahl oben auf keinen Fall übertrieben.  

Nicht endend wollende Treppen...

Ausblick auf die Stadt Ausblick auf die Hügelkette

Abends ging es dann in die Stadt, um in den Geburtstag von meine Mitbewohnerin rein zu feiern. Da der Taxi-Fahrer einfach keinerlei Ahnung hatte, wo unser Ziel genau sein soll. Saßen wir noch kurz vor 12 zu neunt in einem Taxi für eigentlich 7 Personen. Das 2. Taxi war trotz gleicher Startzeit schon fast 1h eher da. Die Befürchtung, dass wir den Geburtstag in dem Taxi feiern müssen, hat sich aber glücklicher Weise 1 Minute vor 12 doch noch erledigt. Am nächsten Tag gab es noch eine fette Torte, für die man in Deutschland wohl ein vermögen hinlegen würde. Abschließend noch ein Bild vom Nachtmarkt, bei dem wir fast jeden Tag Abendbrot essen.  

Geburtstagstorte Nachtmarkt

Bis bald....

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